Karriereberatungsbüro der Bundeswehr im Agentur für Arbeit schließen!

Aus den Göttinger Blättern 07-08/17-Ausgabe, wir dokumentieren unserer Artikel zur Karriereberatungsbüro der Bundeswehr

Sie wollen es nicht aufgeben: auch wenn die Nachfrage erfreulich (für die Veranstalter eher erschreckend) gering war,wollen sie weiter Räume in der Arbeitsagentur anmieten, um flankiert von allerlei Werbeplakaten auch auf unseren Stadtbussen und mit Youtube-Videos, junge Leute für ihren Dienst zu gewinnen.
Die Rede ist vom Rechtsnachfolger der Wehrmacht, vor Kurzem haben wir erneut bemerken dürfen, dass Rechtsnachfolger ein sehr passender Ausdruck ist. Im kommenden Jahr wird das Karriereberatungsbüro der Bundeswehr in Göttingen ein runden Geburtstag haben, 5 Jahre. Alt genug, um wieder geschlossen zu werden.
Und das ist schon einmal Unding Nummer 1: Dass neben ehrbaren Firmen auch eine Institution wie die Bundeswehr tun darf, als ginge es bei ihrer Tätigkeit um ein seriöses Handwerk, Hochwasserschutz inbegriffen. Das ist es mitnichten! Das wissen wir auch, weswegen es hier vielleicht überflüssig ist, alle Einzelheiten der Ausbildung zum Töten auszubreiten.Unding Nummer 2 ist, dass man sich hierzulande über Kindersoldaten in Afrika aufregt, aber nichts dagegen hat, dass die Zahl der Minderjährigen bei der Bundeswehr auf immer neue Höhen klettert, zugegeben, ein Altersunterschied existiert, nicht aber ein Unterschied des Waffenherstellers. Deutsche Waffen sind spätestens seit Rotgrün in aller Welt ein Verkaufsschlager.
Unding 3 ist, dass die Bundeswehr, obwohl sie von ihren alten Konzepten des „Bürgers in Uniform“ nach Aussetzung (nicht Abschaffung) der Wehrpflicht weiter abrückt, sich immer noch versucht als Verteidigungsarmee darzustellen. Ein Bundespräsident, der dies öffentlich in Frage stellte, wurde vor fast genau sieben Jahren aus dem Amt gedrängt. Ein imperialistisches Land, wie es Deutschland ist, wird seine Interessen immer offensiv verteidigen müssen, derzeit 15 Kriegseinsätze mit mehr oder minder großer Beteiligung sprechen da eine deutliche Sprache.
Wir wollen keine Bundeswehr, wir wollen sie nicht für ihr blutiges Geschäft werben lassen und wir wollen sie auch nicht in unserem Arbeitsamt.

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