Festival der Jugend – Ein Rückblick

Aus den Göttinger Blättern 07-08/17

In Köln fand am vergangenen Pfingstwochenende das Festival der Jugend unter dem Motto “Zeit für Widerstand” statt. Den Auftakt machte am Freitag ein Konzert unter anderem mit den Kölner Lokalmatadoren von »Cunning Mantrap«. Alle zwei Jahre investieren ehrenamtliche SDAJlerInnen Wochen und Monate an Zeit und Kraft um dieses Festival auf die Beine zu stellen. Die Philosophie dahinter ist eindrücklich. Mit einem selbst organisierten, nicht-kommerziellen Festival, mit vielen politischen Workshops, Lesungen, aber auch Sportangeboten aller Art und natürlich cooler Musik soll ein Raum geschaffen werden in dem solidarisches Miteinander gelebt werden und eine echte Gegenkultur aufblühen kann. Für Tagesgäste war das Festival wie immer kostenlos und auch der Preis für Dauergäste von 40 Euro, bzw. 30 Euro ermäßigt, war durchaus erschwinglich, zumal die Kosten für Zeltplatz, Frühstücks und die Mittagessen mit inbegriffen waren. Mit 82 Programmpunkten wurde das Kultur- und reizeitangebot des Festivals dieses Jahr stark ausgebaut. Neben einer Reihe von praktischen  Workshops, in denen man sich von Fotografen, Rappern, Tänzern oder DJs ein paar Skills mitgeben lassen konnte, Demo-Training, Holzarbeit in der Werkstatt, Yoga,  Fußballturnier und vielem mehr, wurden inhaltliche Runden aller Art angeboten. Von “SchülerInnenpolitik” über “G20”, bis hin zu “Merkmale einer sozialistischen Gesellschaft” – inhaltlich war für jeden was dabei. Auch die musikalische Begleitung mit KünstlerInnen wie dem Hamburger Rapper “Disarstar” oder der italienischen Ska-Band  “Los Fastidios” ließ nicht viel zu wünschen übrig. “Resisdance against fascism” hieß es am Samstag Abend, als die Mainacts die Meute zum tanzen brachten. All das hat das  diesjährige Festival zu einem echten Erfolg gemacht, was sich unter anderem durch die etwa 2000 Gäste verdeutlichte – die höchste Teilnehmerzahl seit gut 20 Jahren. Finanziert wurde das Jugendfestival über Crowdfunding. Rund 7.000 Euro sollen dabei gesammelt worden sein. Dem hinzu kommt, dass auch der UnterstützerInnenkreis mit über 30 Organisationen rekordverdächtig groß war. Darunter die Naturfreundejugend NRW als Mitveranstalter, aber auch verschiedene Gewerkschaften, Aktionsbündnisse, SchülerInnen- und andere Jugendgruppen. Maßgeblich unterstützt wurde das SDAJ-Festival in diesem Jahr aber wieder von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP).
Wer einem Festival, dass auf solidarischem Miteinander und politischem Austausch fußt nicht per se abgeneigt ist, der/die kam auf dem Festival der Jugend garantiert auf seine Kosten!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter DKP, Göttinger Blätter veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s